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Europäische Gemeinschaft der Religionen – Im Dialog e.V.

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05 Mai 2019

„Der Frieden“ ein neues Buch von Ᾱyātullāh Sayyid Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr erscheint in Kürze in deutscher Sprache!

„Der Frieden“ ein neues Buch von Ᾱyātullāh Sayyid Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr erscheint in Kürze in deutscher Sprache!

Markus Gerhold

Zum Autor:

Ᾱyātullāh Sayyid Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr wurde im Jahre 1952 in Bagdad/ al-Kazimiya als Sohn einer großen irakischen Gelehrtenfamilie geboren. Seine Ahnenlinie geht auf den 7. Imam der Schiiten Musā al-Kāżim und somit auf den Propheten des Islam zurück. Er wurde in den ersten Jahren seines Lebens von seinem Vater Sayyid Ismā´īl aṣ-Ṣadr in verschiedenen islamischen Wissenschaften unterrichtet. Mit dem Abschluss der Schulausbildung wechselte er zur theologischen Hochschule (al-ḥawza) in Najaf, wo er bei seinem berühmten und hochgeschätzten Onkel Sayyid Muḥammad Baqir aṣ-Ṣadr studierte.

Nach der Ermordung seines Onkels Sayyid Muḥammad Baqir durch das Baath-Regime Saddam Husseins war er pausenlosen Repressalien durch den irakischen Geheimdienst ausgesetzt. Er wurde lange Zeit unter Hausarrest gestellt, weil er sehr stark mit seinem Onkel zusammengearbeitet hatte, obwohl er selbst eine unpolitische Person war.

Es wird gesagt, dass er 18 Mal inhaftiert und auf verschiedene Arten gefoltert wurde.

Viele Projekte Sayyid Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadrs konzentrieren sich auf karitative und soziale Belange. Er gründete beispielsweise ein großes Waisenheim in seiner Heimatstadt al-Kazimiya. Er setzt sich sehr stark für die irakischen Frauen ein und gründete zahlreiche Kliniken, Gesundheitszentren, die alle nach seinem Onkel benannt sind.

Im Jahre 2004 begann Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr ein neues Projekt, das die verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen Iraks zusammenführen soll. Diese Bemühungen führten zur Gründung des Iraq Centre for Dialogue, Reconcilation and Peace.

Dieses Zentrum befasst sich mit verschiedenen Gesellschaftsgruppen und Themen: Frauen, Religion und Demokratie, Jugend, Medien, religiöse Freiheiten und Menschenrechte, interreligiöser Dialog und Konfliktprävention.

Im Jahr 2007 gründete Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr die Humanitarian Dialogue Foundation, während die religiösen und ethnischen Konflikte im Irak auf ihrem Höhepunkt waren. Eine Hauptforderung ist, dass alle Iraker zuerst ihr Land in den Vordergrund stellen und dann an ihre ethnische oder religiöse Zugehörigkeit denken sollten.

Die Stiftung arbeitet jetzt international und unterstützt Bildungsreisen in den Irak und verschiedene Dialogveranstaltungen.

 

Das Buch:

 In seinem Buch Der Friede „as-Salam“ behandelt Sayyid Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr eines der wichtigsten Themen der Menschheitsgeschichte. Ihm geht es darum, den Islam allen anderen Fehlinterpretationen entgegengesetzt, als Religion des Friedens darzustellen und die verschiedenen Traditionen des Friedens in der Religion des Islam aufzuzeigen. Er bespricht aus diesem Grunde viele Hadithe, Überlieferungen des Propheten und der Imame seiner Familie, sowie Koranverse, die dieses Thema in unterschiedlichen Kontexten und Situationen behandeln. Er bezieht in seinem Buch die ausführlich erklärten Textstellen immer wieder auf die Situation des Irak und des modernen Menschen an sich. Er legt mit Hilfe von Hadithen und Überlieferungen, die das Thema des friedlichen Umgangs ansprechen, eine ethisch-moralische Grundlage für ein Handlungsmuster des menschlichen Umgangs, ungeachtet der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit. Auf diese Weise erstellt Ḥussein Ismā´īl aṣ-Ṣadr ein Konzept, dass Ansätze für die Umsetzung in die Praxis bietet.

Interessant ist an diesem Buch die Spannbreite der Überlieferungen und Textstellen aus den islamischen Quellen, die den Frieden in all seinen Facetten und Anwendungsbereichen diskutieren. In seiner inspirierenden Darstellung wird der Frieden eben nicht nur auf den privaten Bereich, geschweige denn auf den menschlichen Bereich begrenzt, sondern das ganze Universum, die gesamte Schöpfung, Tiere, Pflanzen, Mineralien, einfach alles wird in die Perspektive des Friedens mit einbezogen.

Das Buch sprengt mit Hilfe genuin islamischer Quellen die Grenzen von Ethnien, Religionen und anderen Grenzen und Hindernissen, die Menschen sich selbst setzen.

Nach dem Original in arabischer Sprache und der Übersetzung ins Englische wird dieses Buch in Kürze auch in deutscher Sprache erscheinen und dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht.

Das Buch kann für theologisch Interessierte ebenso eine wichtige Quelle sein, wie auch für Menschen, die im sozialen, politischen oder kulturellen Sektor tätig sind. Es erschließt sich dem geschulten Leser genauso, wie dem Laien.

Ein Auszug aus der deutschen Übersetzung des Buches:

Wir sehen, dass unser geliebter Islam auf unterschiedlichste Arten großen Wert auf den Frieden legt. Einmal legt er die Akzentuierung auf den Koran und ein anderes Mal auf die edlen Überlieferungen (Ahadith). Wiederum zu anderen Gelegenheiten legt er den Fokus auf die Überlieferungen (der Ahl al-Bayt).

Unser geliebter Islam legt also großen Wert auf die Wichtigkeit des Friedens und dass die Gesellschaft und jede Gesellschaft zwangsläufig auf dem Fundament des Friedens aufgebaut werden muss. So führt nichts daran vorbei, sich auf eine Friedenskultur zu besinnen, bei der der Frieden ein fundamentaler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens werden muss.

Die göttliche Erklärungen- (egal, ob sie im ehrwürdigen Koran erscheinen, oder in den Hadithen des Propheten (Segen und Heil auf ihm und seiner Familie) oder den Überlieferungen der reinen Imame (Segen mit ihnen allen)- möchten den Begriff des Gehorsams gegenüber Gott und seinem Gesandten hervorheben, dessen Resultat nichts anderes sein kann, als der Schutz des Lebens, der nur auf der Grundlage des Friedens möglich wird.

Es sieht so aus, als ob es kein auf Gott ausgerichtetes Leben ohne den Frieden geben kann und dass die gottgefällige praktische Antwort auf den Aufruf Gottes, seines Koran und seines Propheten und dessen Sunna,  die Begründung und Etablierung einer Friedenskultur ist, die den Aufbau nicht nur einer Gesellschaft, sondern vieler Gesellschaften, wenn nicht gar des Lebens als an sich, zum Ziel hat.

Liebe Leser, lasst uns mit diesem Buch aufbrechen, den Frieden zu leben, den der allmächtige Gott für die gesamte Menschheit beabsichtigt!

Das erste Merkmal dieser positiven gesellschaftlichen Aspekte ist es, die Verbreitung von Feindschaft, Engstirnigkeit und Groll zu stoppen. Danach kann ein Grad von Erkenntnis, Liebe und Barmherzigkeit erreicht werden, der in eine starke Solidarität mündet.

Deshalb besteht das ehrwürdige Hadith auf der Notwendigkeit des Friedens und jede Begegnung mit dem Friedensgruß zu beginnen. Der Prophet (Frieden und Segen mit ihm und seiner Familie) sagt: „Der Friedensgruß vor dem Gespräch“

Damit ist gemeint, dass, wenn sich zwei Personen begegnen (besonders, wenn ein Zweck in dieser Begegnung steckt), sie sich unterhalten müssen, wenn sie sich zufällig begegnen, sprechen sie über etwas Allgemeines, ob sie nun ähnliche Ziele und Gedanken teilen, oder nicht.

Der Islam möchte, dass der Mensch seine Begegnung mit seinem Bruder mit dem Friedensgruß beginne. Dies ist ein Verhalten, dass auf göttlichen Werten beruht und eine Erziehung des Egos verkörpert, die auf eine göttliche Kultur Wert legt, die Stabilität zwischen zwei Personen, bzw. in der Gemeinschaft etablieren möchte.

Ein Mensch, der so beginnt weiß, dass die Grundlage dieses Treffens der Frieden ist und dass es aus diesem Grunde so wichtig ist, vor jeder Rede und Unterhaltung mit dem Friedensgruß die Begegnung einzuleiten.“

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende!   

 

 

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