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Europäische Gemeinschaft der Religionen – Im Dialog e.V.

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2018-12-13 05:12

Veranstaltung: Der Irak nach ISIS - Die Zukunft des politischen Prozesses und der Hasched Alshabi, im Sheraton Berlin Grand Hotel 19.01.2018
Am 19.01.2018 versammelten sich in Berlin im Sheraton Hotel 60 geladene Gäste aus Deutschland, Irak, Albanien,

Makedonien und Kuwait, welche von unserem Verein eingeladen wurden. Anlass der Veranstaltung war das Thema: „Der Irak nach ISIS - Die Zukunft des politischen Prozesses und der Hasched Alshabi“. Unsere Hauptgäste waren der irakische Botschafter aus Berlin, ein Politiker der CDU und ein Vertreter des Welt-Bektaschi-Zentrum aus Albanien, sowie zwei Politiker aus dem irakischen Parlament.


Die Veranstaltung begann um 18:00Uhr. Herr Al-Bahadli begrüßte alle Gäste im Namen des Vereins, und bedankte sich für die Anwesenheit aller Gäste. Er erklärte weiterhin, dass es ein Segen für die ganze Welt sei, dass der IS aus dem Irak besiegt wurde, stellte weiterhin klar, dass er hoffe, dass ein Terror dieser Art nicht noch einmal zustande komme und der Weltfrieden weiterhin gesichert bleibt. Auch bedankte sich Herr Al-Bahadli bei der deutschen Regierung für die geleistete Unterstützung der Bundesrepublik im Kampf gegen den IS und die Aufnahme der Geflüchteten, die aus ihren Heimatländern vor den Kriegen geflohen sind. Weiterhin sind diese Handlungen seitens Deutschland, eine Auszeichnung für Deutschlands Stärke innerhalb Europa und dass man hieran klar erkenne, dass Deutschland für den Frieden und Zusammenhalt arbeite.

 Weiterhin hofft Herr Al-Bahadli, dass die ganze Welt zusammenarbeitet, damit der Terror verschwindet und der Weltfrieden gesichert wird.
Dann ergriff Herr Gerlach, Vorsitzender der Candid Foundation, das Wort. Auch er begrüßte die Gäste und bedankte sich für ihre Teilnahme. Er stellte die Redner dieser Veranstaltung vor und erläuterte das Thema dieses Abends. Außerdem erzählte er von seiner Reise in den Irak im Dezember, welche er gemeinsam mit Herrn Al-Bahadli durchführte. Besonders hob er den Tag vor, an dem der irakische Präsident den Sieg über den IS bekannt gab und seine Erlebnisse bei den Feierlichkeiten über dieses Ereignis. Nach diesen einleitenden Worten gab er das Wort an Herrn Al-Ammar, den Integrationsbeauftragten der CDU.
Er gratulierte im Namen der CDU dem irakischen Volk über den Sieg gegen den IS. Er erklärte, dass wegen dem IS über eine Millionen Flüchtlinge aus Irak und Syrien und anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind. Weiterhin hoffe er, dass die Zukunft im Irak besser wird und dass Deutschland bereit sei, den Irak zu unterstützen. Außerdem erklärte er seine Freude über derartige Veranstaltungen und die Arbeit des Vereins, da hierdurch der Dialog zwischen vielen verschiedenen Menschen aus verschiedenen Ländern gefördert wird.

 
Dann ergriff Herr Brahimaj, der Vorsitzende des Welt-Bektaschi-Zentrums in Tirana, das Wort. Er dankte der EGRD für die Einladung und betonte, dass es für ihn eine Ehre sei an dieser Veranstaltung mitwirken zu dürfen. Seit mehreren Jahren habe er in den Nachrichten die Gräueltaten des IS mitverfolgt und habe diese Entwicklungen mit Sorge betrachtet. Er stellte klar, dass der IS nicht speziell gegen Christen oder Juden sei, sondern gegen die Menschlichkeit insgesamt. Der IS operiere zwar unter dem Deckmantel des Islam, doch in der Praxis benutzen sie lediglich den Islam als Vorwand und sind weit entfernt von islamischen Werten und Handlungen. Er betonte die Notwendigkeit diese extremistischen Gedanken zu entfernen. Auch erzählte er, dass die Regierungen in der Balkanregion diese Entwicklungen kritisch betrachten. Als Lösung gab er abschließend an, dass die Weltgemeinschaft zusammenstehen müsse, um gegen diesen Terror vorzugehen.

Als nächstes ergriff der Irakische Botschafter aus Berlin, Herr Al-Dabbas das Wort. Er bedankte sich beim Verein für die Einladung und begrüßte die versammelten Gäste. Er sagte, dass der Irak es endlich nach zwei Jahren geschafft hätte sein Land aus den Händen des IS zu befreien. Und er erklärte, dass dies lediglich durch die Opferbereitschaft und das Blut von vielen Märtyrern möglich gewesen ist. Weiterhin betonte er, dass der Irak diesen Krieg im Namen der ganzen Welt geführt hat. Denn die Gefahr die von dem IS ausging, war nicht bloß auf den Irak begrenzt, sondern betraf die ganze Welt. Nun sei es die Aufgabe des Iraks, die zerstörten Städte wieder aufzubauen und die Menschen die ihre Heimat verloren haben, sowie die Familien die in Zelten leben müssen, wieder zurückzuholen und dabei bräuchte der Irak die Unterstützung der Weltgemeinschaft. Im Februar gäbe es diesbezüglich eine Veranstaltung in Kuwait, um den Irak bei seinem Wiederaufbau finanziell zu unterstützen. Abschließend wünschte er sich Frieden auf der gesamten Welt und die Beseitigung des Terrors.
Als nächstes sprach das Mitglied des irakischen Parlaments, Herr Sheikh Shahmani. Dieser ist weiterhin Gründer der Organisation „Risaliun“, welche ebenfalls gegen den IS kämpfte. Auch er bedankte sich bei unserem Verein für die Einladung. Auch dankte er Deutschland dafür, dass hier eine Veranstaltung zum Sieg gegen den IS stattfinden kann. Weiterhin freute er sich, dass Deutschland während diesen Krieg an der Seite des Irak stand. Er erzählte wie gefährlich der Krieg gegen den IS war. Besonders betonte er das Verbrechen, wie sie Kinder für den Krieg ausbildeten. Er stellte klar, dass die meisten der Kämpfer des IS keine irakischen Staatsbürger waren, sondern Söldner aus der ganzen Welt, so auch aus Europa. Nach unseren Sicherheitsinformationen haben verschiedenen Moscheen in Europa die Menschen für den Krieg vorbereitet und in den Irak geschickt.

Er wolle zwar keine Namen nennen, jedoch haben auch viele Länder den IS unterstützt. Er verlangte von Europa, dass jene radikalen Moscheen besser kontrolliert werden sollen, da die Gefahr des IS nicht nur auf den Irak begrenzt sei sondern auch Europa betreffe. Dies sehe man an verschiedenen Beispielen, wie bspw. Deutschland, Frankreich und Belgien, wo Anschläge ausgeübt wurden. Er betonte, dass es nichts bringe lediglich die Kämpfer aus Europa umzubringen denn wenn diese sterben, so würden andere Personen ihre Position einnehmen. Daher sei es Aufgabe der Regierungen, die Orte an denen solche Gedanken verbreitet werden aufzuhalten.

 
Danach trug ein weiteres Mitglied des irakischen Parlaments, namens Herr Al-Maraabi, seinen Beitrag zu dieser Veranstaltung bei,. Er bedankte sich bei unserem Verein für diese Veranstaltung. Danach bedankte er sich bei der deutschen Regierung, dass sie den irakischen Mitmenschen geholfen haben, in dem sie sie aufgenommen haben und für die Unterstützung im Kampf gegen den IS. Weiterhin bedankte er sich bei Herrn Gerlach und Herrn Al-Bahadli für die Vorbereitung dieser Veranstaltung. Auch dankte dem irakischen Botschafter dafür, dass auch er die Iraker in Deutschland unterstütze. Er stellte fest, dass der Kampf seitens des Iraks gegen den IS für die ganze Welt geführt wurde.

Der Plan des IS sei es gewesen einen Staat zu gründen und sobald dieser gewachsen wäre, so wäre dies ein Problem für die ganze Menschheit geworden. Er betonte, dass die Grundpfeiler des IS sehr stark waren, und trotzdem hat der Irak es nach der „Fatwa“ (ein religiöser Erlass) der religiösen Gelehrten geschafft, den IS zu besiegen. Dies gelang ihnen durch die Armee und vielen Freiwilligen bestehend aus Schiiten, Sunniten, Christen und Jesiden. Viele Märtyrer haben bei diesem Krieg ihr Blut verloren und es gab auch viele Verletze. Durch diesen Krieg gäbe es jetzt viele Witwen und Waisenkinder im Irak. Nach dem der IS nun weg sei, erwartet der Irak die Unterstützung der ganzen Welt um all die Städte mit ihren zerstörten Gebäuden, Schulen und Wohnhäusern wieder aufzubauen. Nach dieser Hilfe können die Zivilisten wieder zurückkehren und der Irak kann weiterhin mit der Weltgemeinschaft zusammenarbeiten. Er zeigte auch auf, dass die Gedanken des Volkes und der Religion ohne Probleme zusammenarbeiten konnten und trotz religiöser Differenzen eine Einheit bilden konnten.
Nach diesem Beitrag, schlug Herr Gerlach eine Frage-Antwort-Runde vor, in der alle Interessierten ihre Fragen bezüglich der Lage und der Zukunft der Minderheiten im Irak, an die Ehrengäste, stellen können.

 

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